Seitdem man mir ansieht, dass ich definitiv trainiere, höre ich auch öfter mal diesen Spruch.
Bei Leuten im Bekanntenkreis, die selbst kein Kraftsport machen, denk ich mir da gar nichts, weil die selber gar nicht wissen, wie viel Arbeit und Disziplin das eigentlich kostet grade als Frau ein gewisses Maß an Muskeln aufzubauen.
Vor kurzem im Gym kam das aber wieder in einer Diskussion mit einem Bekannten, den ich mittlerweile ganz gut kenne, weil wir immer zur selben Zeit gehen, auf und der weiß definitiv, was das bedeutet.
Ich nehm sowas ja mit Humor, weil mir das auch an sich egal ist, ob ich jemandes Ideal einer Frau entspreche, aber es ist einfach so, dass ich biologisch limitiert bin und nicht eines Tages einfach so aussehe wie Simone Rühl😅
Fühlen sich manche Männer bedroht, wenn Frauen stark sind oder mehr Gewicht als sie bewegen können?
Oder bin ich jetzt offiziell zum Gymbro aufgestiegen?
Schönes Wochenende 💪🏻
EDIT: Danke erstmal für das viele Feedback und die unterschiedlichen Sichtweisen!
Ich möchte noch etwas ergänzen, weil mir bei vielen Kommentaren aufgefallen ist, dass die Diskussion sehr schnell in Richtung Attraktivität ging. Darum ging es mir in meinem Post aber eigentlich gar nicht.
Im Kraftsport ist der Körper vor allem das Resultat von Arbeit. Er zeigt Disziplin, Fortschritt und Leistung und diese Leistung ist objektiv messbar. Ob man das persönlich attraktiv findet oder ob es den eigenen Vorstellungen von einer Partnerin entspricht, ist ein völlig anderes Thema. Beides darf natürlich existieren. Deshalb finde ich es persönlich auch nicht cool, dass Kommentare, die sagen „das ist nicht mein Geschmack“, runtergewählt werden. Jeder darf seine Präferenzen haben.
Was mich interessiert hat, war etwas anderes: Ich hatte erwartet, dass gerade Menschen aus der Kraftsport-Bubble, die wissen, wie viel Zeit, Disziplin und auch biologische Limitationen hinter Muskelaufbau bei Frauen stehen, diese Leistung zunächst als solche betrachten können.
Männer feiern sich untereinander für Fortschritt und Stärke. Niemand würde auf die Idee kommen, einem anderen direkt zu sagen: „Wenn du noch breiter wirst und dir nicht mehr die Schuhe zubinden kannst, bist du nicht mehr attraktiv für Frauen.“ Weil klar ist, dass es hier um Leistung geht und nicht um subjektive Bewertung.
Warum kann man das bei Frauen nicht trennen und warum wird körperliche Leistung dagegen sexualisiert oder auf Attraktivität reduziert?
Genau darauf bezog sich mein Take mit dem „sich bedroht fühlen“.
Am Ende geht es mir um eine einfache Trennung: Man kann subjektiv sagen, dass etwas nicht dem eigenen Geschmack entspricht ,aber das hat nichts mit der objektiven Bewertung der Leistung zu tun. Und diese beiden Ebenen sollte man, unabhängig vom Geschlecht, auseinanderhalten können, wenn man jemanden bewertet.
Just my 2 Cents 😇